Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
 
 

Aktuelle Steuerinformationen

Inhalte des Deubner Verlags
Wir nutzen auf unserer Webseite Informationsservices des Deubner Verlags. Bitte beachten Sie hierfür gelten die gesonderten Datenschutzhinweise, die Sie unter www.deubner-verlag.de/datenschutzerklaerung-homepageservice aufrufen können.

Insolvenzverwalter: Anstellung führt zu gewerblichen Einkünften

Freiberufler wie Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte und ähnliche privilegierte Berufszweige genießen einen steuerlichen Vorteil, den Gewerbetreibende wie zum Beispiel Handwerker oder Händler nicht haben: Sie müssen keine Gewerbesteuer zahlen. Doch dieser Vorteil kann auch ganz leicht und ganz schnell wegfallen. Wenn auch nur geringe Einkünfte der Freiberufler gewerblich sind, färbt das auf alle anderen Einkünfte ab. Und gewerbliche Einkünfte können womöglich selbst dann vorliegen, wenn man sie noch nicht einmal vermutet. Auch Rechtsanwälte sind davor nicht gefeit, wie ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Hamburg zeigt.

In diesem Streitfall waren zwei Anwälte einer größeren Sozietät aus Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten auch als Insolvenzverwalter tätig gewesen. Ein Insolvenzverwalter ist zwar kein Freiberufler, aber auch kein Gewerbetreibender - er ist eher wie ein Vermögensverwalter tätig und muss auch keine Gewerbesteuer zahlen. Dennoch war die Beschäftigung der Rechtsanwälte als Insolvenzverwalter eine gewerbliche Tätigkeit.

Denn Freiberufler (oder selbständige Insolvenzverwalter) sind nur dann nicht gewerblich tätig, wenn sie selbst die Tätigkeit ausführen. Sie können dafür zwar auch fachlich geeignete Personen anstellen, allerdings nur, sofern sie der Tätigkeit insgesamt noch den Stempel ihrer Persönlichkeit aufdrücken können. Im Fall der Insolvenzverwalter war das nicht mehr gegeben. Denn diese wurden einerseits vom zuständigen Gericht bestellt und beauftragt und andererseits waren sie bei allen Aufträgen eigenverantwortlich tätig. Die Sozietät als Arbeitgeber konnte auf das "Ob" ihrer Entscheidungen, die zu ergreifenden Maßnahmen etc. keinen Einfluss nehmen. Freiberufler dürfen aber nur das "Wie" - also die kaufmännisch-technische Umsetzung - delegieren. Ansonsten wäre der Stempel der Persönlichkeit nicht zu erkennen. Die Sozietät musste daher für mehrere Jahre Gewerbesteuer nachzahlen.

Information für: Freiberufler
zum Thema: Einkommensteuer

(aus: Ausgabe 12/2018)

Steuerkalender 2018

Bitte beachten Sie Folgendes:

Die dreitägige Zahlungs-Schonfrist wird nur für Überweisungen oder bei Teilnahme am Einzugsermächtigungsverfahren gewährt. Die Frist gilt nicht für die Barzahlung oder die Zahlung per Scheck.
Neuregelung für Scheckzahler ab dem 01.01.2007: Zahlungen per Scheck gelten ab dem 01.01.2007 erst drei Tage nach Eingang des Schecks bei der Finanzbehörde als rechtzeitig geleistet. Um Säumniszuschläge zu vermeiden, muss der Scheck spätestens drei Tage vor dem Fälligkeitstag dem Finanzamt vorliegen (§ 224 Abs. 2 Nr. 1 AO i.d.F.d. Jahressteuergesetzes 2007).
Werden die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Lohnsteuer-Anmeldung nicht fristgerecht abgegeben, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen. Zu beachten ist hier, dass gleichzeitig mit der Abgabe der Anmeldung innerhalb der Schonfrist die angemeldete Steuer zu entrichten ist, um das Anfallen eines Verspätungszuschlags zu vermeiden.
Alle Angaben ohne Gewähr


Copyright ©2018 Steuerberaterin Ines Witt-Rachuba, Recklinghausen | Webdesign und Hosting THE COMPUTER FACTORY - Daniel Stange.
All rights reserved.